Mittwoch, 31. August 2011

Zu finden, wofür man geboren wurde




Aus "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery, S. 265, ein Monolog Palomas

Ich für meinen Teil glaube, dass wir nur eines tun können:
Die Aufgabe finden, für die wir geboren worden sind, und sie so gut wie möglich erfüllen, mit aller Kraft, ohne die Dinge unnötig zu komplizieren und ohne zu meinen, in unserer animalischen Natur liege etwas Göttliches.
Nur so werden wir das Gefühl haben, etwas Konstruktives zu tun, wenn der Tod uns holt.
Die Freiheit, die Entscheidung, der Wille: Das sind alles Hirngespinste. Wir meinen, wir können Honig machen, ohne das Schicksal der Bienen zu teilen; doch auch wir sind nur arme Bienen, dazu bestimmt, unsre Aufgabe zu erfüllen und dann zu sterben.



Sonntag, 28. August 2011

Die aktuelle "Zeit"

hat wirklich ein sehr interessantes Titelthema: "Kommen wir hier noch raus?"

Die Idee dahinter: "Genug  gerannt, gekauft, geschlungen! Der Fachmann für Müßiggang, Tom Hodgkinson, ruft zum Ausstieg aus dem rasenden Kapitalismus auf."
Nun wollte ich mir gestern das Buch von diesem verehrten Hodgkinson (wer so heißt, der muss ja einen ander Klatsche haben *im positiven Sinn*) anschauen, aber natürlich hatte der Buchhandel bei uns um die Ecke sein Werk "Die Kunst, frei zu sein: Handbuch für ein schönes Leben" gerade nicht zur Hand.
Nun habe ich es mir bestellt, das es das als Taschenbuch gibt, kann sogar ich mir das leisten. Der Artikel mit ihm war lange nicht genug, von diesem Mann will ich mehr lesen.
Amazonleser- und kritiker haben dem Buch vier Sterne gegeben, wobei vier Meinungen auch sehr, sehr negativ sind (ein Stern). Ich möchte mir lieber mein eigenes Bild machen!
Schön häufiger habe ich mir gedacht, wie das Leben früher doch noch ohne Internet war, das man sich an die Zeit kaum erinnern kann, obwohl ich erst mit etwa 16 regelmäßigen Zugang zum Internet hatte. Schon oft habe ich von dem kleinen Häuschen mit Gemüsegarten und Obstbäumen geträumt, irgendwo in der Nähe eines Waldes und eines Sees, mit ein paar Tieren, wo ich den ganzen Tag nichts anders tun muss außer zu schreiben und den Haushalt und die Gartenarbeit schmeißen.
Deswegen gefällt mir die Schule auch so gut: Hier bin ich meine eigene Frau!
Man sagt mir zwar, was ich machen soll, aber im Prinzip (jeder, der eine Ausbildung gemacht hat, weiß, wovon ich spreche) kann ich tun und lassen was ich will, kann es dann machen, wenn ich dazu Lust habe. Ich bin kein Mensch, der in einem Angstelltenverhältnis glücklich werden könnte.
Andererseits ist Konsum auch etwas, was einen erstmal glücklich macht, wenn es schon der heimische Gemüsegarten nicht tun kann, weil er einfach nicht existert: Hier eine neue Hose, dort ein neuer Schal, dahinten sehe ich schon ein neues Buch usw. usf.
Es macht auch Spaß, gar keine Frage, und ich genieße es, mich "modisch" anzuziehen. Auch wenn Berlin nicht meine Stadt ist, ein paar Vorteile hat sie definitiv. 
Aber irgendwann ist die Zeit, das alles hinter sich zu lassen. Man kann es in kleinen Schritten vollziehen, ein Garten auf dem Balkon reicht ja erstmal aus. Aber irgendwann ist es möglich, den ganz großen Schritt zu tun.
Am besten halten wir, die wir eh keine Rente mehr bekommen, rechtzeitig nach einer kleinen Hütte Ausschau, mit guter Erde zum Anbau von Gemüsen und Co und leben fortan als "Einsiedler".
Das ist mein Plan, auch wenn es okay ist, wenn sich der Wunsch, das kleine Haus im Grünen, schon vorher erfüllt.

Die Museen

Zuerst haben wir uns das Kupferstichkabinett direkt im Kulturforum am Potsdamer Platz angesehen, mit den meiner Ansicht nach wohl genialsten Werken, die wir uns in dieser Nacht angeschaut haben (und wir waren immerhin in vier Museen). Andy Warhol hat da irgendwie ein wenig blöd ausgesehen, wenn man bedenkt, dass man seine Werke heutzutage so einfach selbst machen kann und jeder Copy Shop sie einem auf Leinwand druckt. Damals gab es diese Möglichkeit aber eben noch nicht.

Danach ging es zur Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie am Bahnhof Zoo. Besonderes interessant fand ich hier die Sammlung privater Dinge von Newton selbst, wobei seine Polaroids natürlich auch nicht zu verachten sind. Sein Arbeitszimmer ist nachgestellt worden, viele seiner Fotoapparate waren dort und diverse Zeitungsartikel zu seinem Tod und wie dieser in der Welt aufgenommen wurde. Einige seiner Bilder waren definitiv wirklich richtig gut, wobei ich mit seiner Art, Frauen darzustellen, nicht ganz einverstanden bin.

Das Museum für Film und Fernsehen ist auch nett anzuschauen, vor allem dieser Raum hier:




 Alles steht Kopf, du meine Güte! Es gab viel zu Marlene Dietrich und leider nur wenig zu Romy Schneider. Aber an sich ist die Ausstellung zu empfehlen.

Das Deutsche Guggenheim hat derzeit eine Ausstellung der ganz besonderen Art, die wirklich mal absolut genial und in ihrer Form glaube ich einzigartig ist. Im Heft der langen Nacht der Museen auf Seite 58 über das Deutsche Guggenheim heißt es: "Film- und Videokünstler greifen aktuell die Tradition der Fabeln, Mythen und Märchen auf, um deren Rolle im Medienzeitalter auszuloten."

Zum einen gab es dort das Projekt einer Niederländerin, die einen Strandabschnitt im Sinne einer Mondlandschaft hat verändern lassen, auf einem kleinen Hügel dann die amerikanische Flagge in den Sand gesteckt hat und sich als "Erste Frau auf dem Mond" deklarierte.

Noch genialer war ein Projekt in Peru, wo Menschen sich getroffen und einen Sandhügel bei Lima um ein paar Zentimeter weiter verschoben haben. Beeindruckende Bilder von langen Menschenreihen, die sich im Schrittempo und jeder mit einer Schaufel bewegen und dabei den Sand mit sich ziehen.

Zum Schluss gab es dann noch die Humboldt-Box, die auf unserem Heimweg lag und die wir aber bloß noch genutzt haben, um uns Berlin ein wenig von oben anzuschauen. Es war halb zwei und die Füße und der Geist wollten langsam den Weg nach Hause antreten:

Desch Alexchen

Unter den Linden


Das Alte Museum



Ausblick

I love it

Die lange Nacht der Museen


In der U 2 auf dem Weg zum Potsdamer Platz


Kunst auf Eisblöcken


Einfach aber genial


Das (Zwischen)ergebnis


Helmut Newton - phantastisch


Hell?


You can read it


Am Potsdamer Platz

Die Humboldt-Box

Ein keiner Eindruck unseres gestrigen Abends. In den meisten Museen selbst ist das Fotografieren aus verständlichen Gründen zumeist nicht erlaubt, was mich dafür meinem Hobby näher brachte: Mit 400 ISO lustige verzerrte und verwackelte und bunte Nachtszenen zu fotografieren!

Der Freitag in Bildern


Fast wie am Strand

Und das wäre dann die Sonne

Ein Moskito


Die Gethsemane Kirche


Wusel wusel wusel
 Am Freitag haben wir es uns auf dem Deck 5 auf dem Dach der Schönhauser Allee Arkaden gemütlich gemacht. Es war rappelvoll (angeblich) und wir mussten ein wenig warten, bis wieder ein paar Menschen das Areal verlassen hatten, aber im Prinzip waren überall noch so ein oder zwei Plätzchen frei. Die Getränke sind ja wirklich nicht günstig, sogar die alkoholfreien Cocktails kosten fast einen Fünfer, aber natürlich ist die Kulisse und die Atmosphäre an so einem schönen Sommerabend kaum kopierbar.

Freitag, 26. August 2011

Some Poetry

"Nur wer meine Sehnsucht kennt, der weiß, wie ich leide!" Johann Wolfgang von Goethe

Vem är hon?
Wer ist sie?

Man erzählt
und vergisst den Menschen
der dahinter steht
und sich versteckt

Sie haben erzählt, dass sie verrückt wäre
laut und bunt

Es heißt, sie wäre fleißig
könne aber nicht mal Bruchrechnen

Mir wurde gesagt, dass sie Heimweh hätte
aber noch nicht nach Hause könne

Man sagt, sie liebe die Natur
hätte aber Respekt vor dem Wasser

Man erzählt sich viel
und vergisst darüber den Menschen
der dahinter steht
und sich versteckt

Sie sind der Meinung, dass sie eine Außenseiterin ist
die sich nicht zu integrieren weiß

Es heißt, sie würde immerzu fliehen
und nirgendwo zur Ruhe kommen

Doch Ich habe Sie gesehen

Ich weiß, dass sie Musik liebt
und sich stundenlang lesend
auf einer Wiese wälzen kann

Ich habe sie gesehen
wie sie lauschend
auf die Vibration der U-Bahn
warten kann

Ich habe sie gerochen
 als sie mit einer Sonnenblume
an mir vorbei spazierte

Ich habe sie gespürt
wie sie im bunten Herbstlaub
mit einem Luftballon Fangen spielte

Ich habe sie gehört
als sie knackend
einen Riegel Schokolade brach

Ich habe sie geschmeckt
wie warme Zimtschnecken
im Winter

Ich habe sie gesehen
wie sie von den Wellen am Horizont
verschluckt wurde

Man spricht über sie und vergisst,
dass es einen Menschen gibt
der dahinter steht
und sich versteckt

Dienstag, 23. August 2011

Only

Da ich einfach nicht dazu in der Lage zu sein scheine, Klamottenfotos von den neuen Sachen zu machen, suche ich mir die Sachen jetzt einfach mal im Internet zusammen und poste es hier. Mal sehen, vielleicht entsteht ja doch noch mal das eine oder andere Bild, wo ich (rein zufällig) meine neuen Klamotten von only trage. Die Fotos habe ich mir bei Zalando, only.com und 7trends entliehen - dankeschön :D



Denselben Schal habe ich auch noch einmal in einem schönen knallgelb


Den Schal der rechten Lady sowie ihre Hose

Quelle: http://images.pricerunner.com/product/100x100/262935580/NIKA-L-S-CARDIGAN.jpg
Meine Farbe dieser Strickjacke ist allerdings rostrot. Ein weiteres Teil, welches ich partout nicht finde, ist eine grüne Hose, ähnlich wie die rote oben auf dem Foto. Außerdem kann ich noch ein gelbes Tanktop mein Eigen nennen und ein altrosanes mit schwarzen Punkten. Hier versuche ich  definitiv noch einmal, Fotos zu schießen. 


Sonntag, 21. August 2011

Brownies


Okay okay, dies ist jetzt aber wirklich der letzte für heute. Sonst reißt mir der Jonas den Kopf ab, wenn wir nicht gleich in die Küche gehen und Nudeln kochen - mir hängt der Magen aber auch langsam auf halb acht. Also los!
Was ihr hier seht, sind die wohl besten Brownies der Welt. Jaha, ungelogen. Sind sie so lecker, zart und lieblich sowie schmelzend, aber leider auch ein wenig teuer (2,90 €), aber dafür wirklich wirklich sehr sehr absolut total gut.
Das ist der einzige Vorteil, der mir einfallen würde, warum es so gut ist, dass das Goodies bei uns nicht um die Ecke ist. Sonst würde ich dort mind. einmal die Woche einfallen und mir an Bagels, Smoothies und Brownies das Portemonnaie leer kaufen.


Ein neues Parfum


DAS muss ich ja jetzt doch noch loswerden: Mein neues Parfum "Chic" von Betty Barclay
für lächerliche 13 Euro aus dem dm am Alexanderplatz. Es war ein ziemlich spontaner Spontankauf, aber gut, es hat mich gerufen, also sollte es wohl so sein.
Wirklich ein absolut toller Duft, der mir so auf Anhieb gefallen hat - ein "Nein" war da nicht drinne!

Flohmarkt im Mauerpark

Nachdem wir gestern festgestellt hatten, dass wir schon ewig nicht mehr im Mauerpark, genauer auf dem Flohmarkt im Mauerpark, gewesen sind, musste das heute unbedingt nachgeholt werden. Und erstaunlich erfolgreich kam ich mit diesen erstandenen wunderschönen Stiefeln zurück:



Ja, sie haben dort eine kleine Macke, aber meine Güte! Diese Schuhe suche ich quasi schon seit Ewigkeiten. So ein richtig feines Sonnenblumengelb, das ist so knallig und wunderschön.
Zum Glück hatte ich bereits am Freitag ein paar meiner alten Schuhe weggeschmissen, drei oder vier Paar, die einfach nichts mehr getaugt haben: Durchgelaufen oder anderweitig kaputt. Die mag man dann auch nicht mehr spenden oder gar verkaufen.

Und außerdem gab es das hier noch:




Ein Teeservice allererster Güte. Mit Schüsseln und Löffeln und Untertellerchen, also auch prima zum Kürbissuppe essen. Und eben zum gemütlichen Teeschlürfen nachmittags, bevor man sich an die frustrierenden PW-Texte setzt, die einem den letzten Nerv rauben.

Kürbissuppe

Das Wochenende war Aktionsreich wie noch nie, was wohl auch an dem erstaunlich guten Wetter lag.
Ja klar, es ist ja nicht wirklich Sommer, aber man merkt, dass er sich noch nicht ganz verabschiedet hat, ohne jemals da gewesen zu sein.
Am Freitag hieß es "Seit-einem-Jahr-wohnen-wir-in-Berlin-Party" bei uns und es kamen ein paar ganz feine Leute, die richtig Netten eben, auf die man sich verlassen kann, wenn schon der ganze Rest Berlin verlassen hat.
Es gab leckere Pralinen, ein paar lustige kleine Pfannkuchen mit Humus, die eine Kommilitonin mitgebracht hatte und natürlich Bierchen/Weinchen für alle anderen und Cola für mich.

Am Samstagabend haben wir, nachdem wir den Nachmittag in Friedrichshain auf dem "Suppe und Mucke"-Fest zugebracht (vorher noch bei Goodies lecker Smoothie getrunken und Bagel verspeist hatten), uns mal wieder (ja ja, ein wenig verfrüht) an Kürbissuppe gewagt. Es war ziemlich viel Kürbis, weswegen es einen riesigen und einen etwas kleineren Topf gebraucht hat, um die ganze Menge zu fassen. Das ist auch der Grund, weshalb es zwei Sorten geworden sind: Eine sehr Ingwerlastige, etwas dickere Kürbissuppe und eine mit Kokosmilch und Chili!


Der Anfang


Rein damit in den Topf - andünsten


Und danach: Köcheln


Ganz wichtig: Pürieren!


Mit Kokosmilch - ultra lecker


Und ein bissl cremiger mit mehr Ingwer