Montag, 14. August 2017

Alltag: Wichtig für Hochsensible


Zugegeben, ich kann ja jetzt nur aus meiner Warte sprechen, aber ich denke, dass es viele, gerade eben hochsensible Mütter, betrifft: den so wichtigen Alltag. Der, wo alles geregelt ist, von der möglichen Kinderbetreuung am Vormittag bis zum Zubettgehen irgendwann am Abend. 
Eine Herausforderung ist, immer wieder, die Tage neben dem Alltag: die Ferien, die Wochenenden, die Feiertage ... Und was es noch so für unabwägbare Dinge gibt, die das Leben so spannend machen.
Übrigens mag ich hier nicht damit gleichsetzen, dass wir total unflexibel sind und die Stunden von morgens bis abends akribisch durchplanen (okay: ICH bin nicht so) aber der Punkt ist ein anderer:
Es geht um Sicherheit. Sicherheit im Alltag, gewisse Dinge, die dann absehbar sind, wie z.B. feste Freizeitzeiten (welch ein Wort!) Diese Dinge, die für Hochsensible einfach unabdingbar sind, gerade über einen längeren Zeitraum hinweg.
Gestern las und teilte ich auch direkt bei Facebook (allerdings auf meiner privaten Seite) Warum hochsensible Mütter ein schlechtes Gewissen haben, sich Zeit für sich zu nehmen von Christine. Weil sie mir, wie eigentlich immer, so von der Seele geschrieben hat, was mir (wie so häufig) im Urlaub auffiel (zu spät, wie immer): wenn meine freie Zeit, die im Alltag festgeschrieben ist, fehlt, dann nehme ich sie mir auch nicht. Niemals. Never. Es gibt sie schlichtweg einfach nicht. Ich schaffe es nicht, mich für sie einzusetzen, sie mir zu nehmen. Und viel schlimmer noch ist, dass dann irgendwann dieser Punkt kommt, an dem es mir zuviel wird. Wenn ich vorher es nicht schaffe, die Notbremse zu ziehen (und nein, soweit bin ich noch nicht gekommen, dass ich diesen Punkt sehe). Und dann explodiert alles! Im Kopf, in den Gedanken, in der wirklichen Welt.
Ich rede hier nicht von Gewalt anderen gegenüber. Ich meine damit überhaupt nicht, dass ich irgendjemandem, am wenigsten meinen Mitmenschen, physisch weg tue. Überhaupt nicht. Aber für alle Dabeiseienden ist dieser Moment dann - vermutlich - weniger attraktiv.

Ich weiß, woran ich arbeiten muss. Und ich arbeite bereits daran. Aber es ist ein langer Weg. Und er ist nicht einfach. Aber ich schaffe das.

Kommentare:

  1. Meine e Liebe, dieser feine Artikel hätte von mir stammen können:) Alle Punkte würde ich so unterschreiben. Die vermeindliche Explosion als "wenig attraktiv" für die Liebsten, die diesen Ausbruch miterleben können/ müssen//dürfen, zu betiteln, ist da noch ziemlich positiv umschrieben in meinem Fall. Wie schön eine Gleichgesinnte gefunden zu haben.
    Liebste Grüße aus Harleshausen ;)

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    1. Ja, du hast Recht, es ist noch sehr nett geschrieben. Aber ich wollte jetzt niemandem allzu große Angst machen :D
      Es freut mich riesig, dass du dich so angesprochen fühlst.
      Ganz viele liebe Grüße zurück ^.^

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