Mittwoch, 23. August 2017

Fragen über Fragen

Kann man seinem Kind zu viele Frage stellen? Es überfordern mit einer zu großen Anzahl an Auswahlmöglichkeit?
Ja, ganz klar. Natürlich. 


Aber ernsthaft: Love ist gerade in einem Alter, in dem er schon einiges selbst entscheiden möchte. Und kann. Und auch soll. Und darf. Und überhaupt. Mir ist es sehr wichtig, dass er viele Dinge entscheiden darf, die ihn betreffen. Weil es auch schon genug Sachen gibt, über die er leider nicht entscheiden darf.
Über unseren Tagesablauf, was er jetzt spielen möchte, was auf dem Tablet schauen, worauf er Hunger hat ... Alles Dinge, wo er einen Einfluss drauf hat.

Aber ja, ich tendiere definitiv dazu, ihm zu viele Fragen zu stellen und zu viel zu erwarten, weil ich manchmal nicht weiß, wie weit er ist. Inzwischen bekomme ich es hin, ihn immer nur zwischen zwei Dingen entscheiden zu lassen (z.B. bei der Wahl des Essens oder ähnlichen Sachen), weil alles andere zuviel ist. Das hat sich eingespielt. Aber dennoch passiert es häufiger, dass ich ihn, glaube ich, überfordere mit meinen Fragen.

Andererseits: sein Wortschatz ist der Wahnsinn. Ich benenne einfach unglaublich viele Dinge, die er inzwischen einfach so übernimmt. Er kann mit seinen nicht ganz 22 Monaten sehr genau sagen, was er jetzt machen möchte. Aber auch, was nicht ... Höhö. Und ganz manchmal weiß ich dann doch nicht, was jetzt genau das Problem ist. Normal halt.

Ich weiß einfach nicht, inwieweit er Dinge verstehen kann, die ich ihn frage. Aber was ich überhaupt nicht möchte ist: ihn zu übergehen. Das ist mir ein Graus. 

Ich weiß, wir werden das Kind schon schaukeln und diese Fragerei bekomme ich auch noch in den Griff bzw. auf ein Niveau, mit dem wir klarkommen.  

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