Dienstag, 22. August 2017

Menschliche Eigenschaften

Jede*r wird es kenne: man mag manche seiner Eigenschaften und manche - nicht. Oder eher weniger. Und viele dieser Eigenschaften trägt man schon sehr, sehr lange mit sich herum. Sie machen einen eben aus.
Früher war ich immer "so schüchtern" und "so sensibel" und "nicht sehr kontaktfreudig" und derlei Dinge, die gerade Hochsensiblen immer zugeschrieben werden. Und bei mir stimmt es tatsächlich auch sehr. Bis heute.

Eine dieser Eigenschaften ist ein gewisser Grad an Verschlossenheit. Den habe ich immer gehabt und den habe ich auch immer noch sehr häufig, manchmal mehr, manchmal weniger. 
Ab und an wird er mir vorgeworfen: von (sehr guten) Freunden, von Eltern, von Verwandten, von Bekannten - von Jonas. Manchmal wird er mir einfach nur noch vor Augen geführt. 


Wir hatten bis heute Vormittag Besuch von A und J. Sehr gute Freunde aus Berlin. Ich weiß noch, wie ich sie das erste Mal getroffen habe. Und Jonas sie vorgewarnt hatte mit ähnlichen Worten wie diesen hier: "Lea ist ein wenig schüchtern, also nicht wundern, wenn sie verschlossen wirkt und nicht viel sagt, das meint sie nicht böse." 
Ich weiß nicht, wann das gewesen ist - schon länger her, ein paar Jahre.
Und letzten Endes war es so, wie es ist, wenn ich mich wohl fühle: ich habe Spaß am Kontakt, ich habe mich wunderbar unterhalten, wir haben auf einer Wellenlänge geschwommen. 
J meinte nachher zu Jonas, dass er ganz verwirrt war, weil er mich nicht in den Worten gefunden hat, die Jonas vorher für mich fand. So kann es auch gehen.

Sicherlich ist es nicht gesund, so viele Dinge mit sich selbst auszumachen. So viel sich mit sich selbst zu unterhalten. Aber das war ich. Das bin ich. Das ist mein Stil. Das ist nicht böse gemeint. Niemandem gegenüber. Ich bin halt so.

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