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Es werden Posts vom September, 2017 angezeigt.

Fehlerhafte Veranlagung

Als Mama macht man Fehler. Immer wieder, Tag für Tag. Gestern las ich eine passende Passage (wo? - sehr gute Frage) in der es darum ging, dass ein Durchschnitt von 50 Fehlern nicht verkehrt ist. D.h. mal gibt es Tage, da macht man weniger, mal, da macht man deutlich mehr.

Als typische Erstlingsmama hätte ich nie gedacht, dass der Lütte eines Tages so im Spielen vertieft ist, dass wir tatsächlich ein Problem bekommen, wenn es hinaus gehen soll. Zur Tagesmutter, zum Einkaufen, einfach an die frische Luft (weil ich sonst einen Koller kriege, ehrlicherweise). Was immer klappt: "Wir gehen Eis essen." Tja, morgens, wenn die Eisdiele zu hat, geht das leider nicht. Ich würde es ehrlich gesagt machen, wirklich. Wie bekommen wir hier den Winter bloß herum, so ganz ohne Eis vom Italiener?

Anziehen ist so überhaupt nicht sein Ding. Auch eine Sache, die ich dachte, die noch etwas länger auf sich warten ließe. Es hilft alles nichts, weder sucht er sich die Klamotte selbst auch noch mag er …

Hochsensibel und zweites Kind?

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Es war April, als ich diesen Artikel von Ann-Kathrin vor die Linsen - also Brillengläser - bekam:
Ein zweites Kind trotz Hochsensibilität?

Es war ebenfalls im April diesen Jahres, als bei mir dieses Gefühl aufkam. Dieses Gefühl nach Babyduft, nach Säugling stillen, nach stundenlangem Kuscheln ... Ach, jede Mutter weiß, wovon ich hier beginne zu schwafeln. Und ich wette, auch jeder Vater kann sich daran erinnern, wie es war: mit Säugling im Arm.  Diese ganze besondere erste Zeit, die ersten Wochen und Monate. Von der wunderbaren Schwangerschaft (in meinem Fall) ganz zu schweigen.



Und im Juni schrieb ich kurz darüber, und zwar hier: Kopf Herz Bauch. Okay, nennen wir es lieber philosophieren. So wirklich klar ausgedrückt ist anders. Aber Gefühle waren im Spiel. Eine Menge.

Tja, nur kam nach dem ersten Kind aber die Hochsensibilität in die Quere. Hatte ich vorher lediglich geahnt, dass ich anders ticke, so war es, ein halbes oder auch dreiviertel Jahr nach Jakobs Geburt, ganz klar und eindeut…

Unser Wochenende in Bildern - 16./ 17. September 2017

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Nach einem eher mäßigen Start in den Montagmorgen gibt es jetzt noch das WiB. Das hatten wir schon lange nicht mehr und gestern Abend war ich zu kaputt.
Samstag

Kaffee ist gerade nicht so verträglich, von daher seit Wochen schon nur noch Kakao.

Porridge. Mit Zimt und Kardamom und Datteln - ein Gedicht!

So diesig, sogar der Herkules versteckt sich noch.

Jakob isst sein erstes Frühstück meistens noch vor uns, gerade ich kann morgens nicht sofort etwas essen.

Wir wollen nach Göttingen und packen ein wenig Proviant.

Es gibt einen richtig schönen Wochenendmarkt direkt an unserem Parkhaus.

Aber erstmal ein kleines, zweites Frühstück. 

Schlendern.

Die Parteien werben noch kräftig auf dem Rathausplatz.

Über Schatten springen

Wer mich hier schon länger liest, der weiß: ich telefoniere nicht. Nie. Never. Ich käme nie auf die Idee, eine Freundin anzurufen, und mit ihr zu telefonieren. Habe ich noch nie gemacht, werde ich auch nicht mehr. Also so eine Telefonierqueen.  Aber manchmal tut es doch ganz gut. Auch oder vielleicht gerade mit Leuten, die man schon ewig (mindestens ewig) nicht mehr gesehen hat. Wenn die Worte auf dem Bildschirm erscheinen, die mir eigentlich immer Angst machen: "Wollen wir mal telefonieren?" sich dann als etwas ganz Grandioses herausstellen.
Gesprochen über Abschlussarbeiten und diese Krux daran, inklusive Tipps, wie ich es anpacken kann. Das Leben, welches hinter uns und vor uns liegt. Oder auch manchmal neben uns. Was es alles bringt. Mit sich, mit uns, mit anderen.   
Über seinen Schatten zu springen kann manchmal so viel mehr sein als das.

Herbstig

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Die dritte, nächste Jahreszeit fügt sich in unser Leben, oder beherrscht es, wie man möchte, und wir erleben unsere neue Heimat das erste Mal im herbstlichen Gewand. Wow, so etwas mag ich ja total. Neue Umgebung, neue Jahreszeit - herrlichst!


Noch ist es alles sehr zaghaft, nur wenige Blätter färben sich bereits, aber dafür haben die Regentage zu- und die Sonnenstunden abgenommen, der Wind bläst einem ums Haupt und die Wärme ist auch nicht mehr sehr sommerlich. 


Ich mag ja Übergangsjahreszeiten, also eigentlich alle Jahreszeiten, bis auf den Sommer, der manchmal ein wenig zu heiß ist. So ein goldener Herbst, der ist ja sehr nett. Dann ist es auch nimmer so heiß ;)

Zwischendings

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Meine Betreuerin hat sich abgesetzt (in den Urlaub vielleicht?!) auf jeden Fall meldet sie sich nicht, ich habe seit drei Monaten nichts auf mein Exposé gehört und überaupt ist es ganz schön motivationslos hier derzeit. Hat alles seine Gründe, die sind vielleicht auch bald wieder weg, aber gut: den Allerwertesten hochkriegen.
Ich habe alle Texte, an die ich herankam, gelesen und bearbeitet. Spannende Bücher befinden sich (natürlich) in Bibliotheken, v.a. in Berlin, aber teilweise auch in Kassel, da komme ich auch nur schwerlich dran.  Also nicht unbedingt an die in Kassel, aber gerade für Dinge, für die ich Jonas brauche, ist es ein bisschen schwierig, das zu deichseln. Das Kleinkind steht immer zwischen uns ;)

Ist eben alles nicht so einfach, aber auch kein Weltuntergang. Ein bisschen kompliziert, ein bisschen doof, aber gut.

Etwas gut können

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Ich bin eine Meisterin im Verkriechen. Ernsthaft, wäre das eine olympische Disziplin, es wäre meine. Sie wäre quasi wie für mich geschaffen und eine der wenigen Sportarten, die ich wirklich gerne betreiben würde.

Ich kann das sehr gut: mich einigeln, mir selbst stundenlang genug sein. Das ist überhaupt nicht anstrengend und meine Seele ist Fan davon. Und ich glaube auch, dass es ein Geschenk ist, diese Fähigkeit, sich selbst genug zu sein.


Aber dann wirds haarig. Unterschiedlich, wann. Nach Wochen, Tagen, Monaten - also als es noch möglich war, so lange sich einzuigeln, ohne den Lütten. Dann kriege ich die Krise.

Dann muss mich da jemand herausholen. Jemand oder etwas. Eher selten, dass ich das selbst hinbekomme. Aber dafür gibt es Herzensmenschen. Nicht viele, aber ein paar. Und die eine oder den anderen gibt es ganz hier in der Nähe. 

Danke, E :*

Artikel von Anderen: August

Es ist September, der Herbst naht mit einigen großen Schritten und meine Energie hat endlich wieder einen Punkt erreicht, an dem mir nicht in der nächsten Sekunde die Augen zuzufallen drohen. 
Hier wieder ein paar sehr gute Artikel des vergangenen Monats, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Runzelfüßchen legt heute Morgen wahrlich gut los: DIE Mutter aus dem Prenzlauer Berg - die gibt es doch gar nicht. Eine kleine, aber feine Abrechnung, wenn man so will, gegen den Wahn "Ich muss alles richtig und super toll und genial perfekt machen ich bin nämlich Mutter". Es ist schon nicht immer einfach, eine Mutter zu sein, aber dann auch noch die perfekte? Pfffft.

In eine ganz ähnliche Richtung geht auch Frida von 2KindChaos in Weniger Perfektionismus: Warum es mir hilft, eine ok'e Mutter zu sein

Fiona hat eine neue Sparte #blogschnipsel aufgemacht und in ihrem Artikel Kinderfrei geht es genau darum: auch als Paar mal frei zu haben, sich frei machen zu können, sich genüßlich um si…

Ich bin dafür verantwortlich

Ich denke, irgendwo haben wir die falsche Abzweigung genommen, die nicht ganz korrekte Kurve gekratzt.

Moment. Wir ... Eher nicht wir. 

Eher ich. Denn ich bin, immer und ausnahmslos, für unsere Beziehung verantwortlich. Die Beziehung zwischen meinem Sohn und mir. Nicht er. Nicht die Umwelt, nicht mein Mann. Ich.

Und wenn er mir auf den Nerv geht mit seinem endlosen "Repariern Mama", weil es für ihn nun einmal unsagbar wichtig ist, und er vermutlich nicht möchte, dass ich es vergesse, während er zur Tagesmutter geht - dann habe ich das zu respektieren. Habe ich vermutlich auch, nur nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hatte.

Leider habe ich heute morgen die falsche Abzweigung genommen. So etwas hasse ich und egal wie sehr man darauf achtet, es gibt immer mal wieder Morgende (oder Abende, warum auch immer es ausgerechnet diese beiden Tageszeiten sind) in denen viele Dinge nicht so laufen, wie ich es uns wünschen würde. Wo auch nur ein falscher Satz, vielleicht nur ein Wort, e…